Coxarthrose – Alles über die Schmerzen im Hüftgelenk

Ab dem 70. Lebensjahr leidet nur noch jede fünfte Person nicht unter Arthrose. Diese Volkskrankheit betrifft verschiedene Gelenke im Körper: Neben der Gonarthrose im Knie und der Rizarthrose im Daumen zählt die Coxarthrose zu den häufigsten Formen.
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Bei einer Coxarthrose, auch Koxarthrose oder Hüftgelenksarthrose genannt, verschleißt der Knorpel im Hüftgelenk zunehmend. Die dadurch entstehenden Schmerzen können so stark werden, dass eine operative Behandlung erforderlich wird. In fortgeschrittenen Fällen kann sogar der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks notwendig sein. 

Wir vom Sanitätshaus erklären Ihnen in diesem Ratgeber das Krankheitsbild der Coxarthrose umfassend: von den Ursachen über die typischen Symptome bis hin zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Erfahren Sie, wie Sie Beschwerden lindern können und welche Therapieoptionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Was ist eine Coxarthrose?

Eine Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der schützende Knorpel in einem oder mehreren Gelenken zunehmend geschädigt wird und sich abbaut. Dieser Knorpel fungiert als natürliche Schutzschicht zwischen den Knochenenden eines Gelenks. Er ermöglicht reibungslose und schmerzfreie Bewegungen. Wird der Knorpel beschädigt oder nutzt sich ab, reiben die Knochen ohne ausreichenden Schutz direkt aufeinander. Die Folgen sind häufig Schmerzen, Entzündungen und eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit.

Wenn dieser Knorpelverschleiß das Hüftgelenk betrifft, sprechen Mediziner*innen von einer Coxarthrose. Konkret baut sich dabei der Knorpel zwischen dem Hüftkopf am Oberschenkelknochen (Caput femoris) und der Hüftgelenkpfanne am Becken (Acetabulum) ab. Dieser Abbau verläuft stärker, als es altersbedingt zu erwarten wäre.

Wie reagiert der Körper auf den Knorpelverschleiß?
Als Reaktion auf den fortschreitenden Knorpelabbau bildet der Körper knöcherne Ausläufer, sogenannte Osteophyten. Mit diesen Knochenanbauten versucht der Organismus, die Reibung im Gelenk zu verringern und die Gelenkfläche zu vergrößern. Auf Röntgenbildern sind diese Osteophyten deutlich erkennbar und dienen als wichtiges Diagnosekriterium.
Da das Hüftgelenk eine zentrale Rolle beim Gehen, Stehen, Laufen und vielen alltäglichen Bewegungen spielt, macht sich die Coxarthrose im Alltag stark bemerkbar. Betroffene berichten häufig von knackenden oder knirschenden Geräuschen im Gelenk sowie von Steifheitsgefühlen. Im fortgeschrittenen Stadium treten in der Regel starke Schmerzen auf, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.

Wie entwickelt sich eine Hüftgelenksarthrose?
Die Hüftarthrose entwickelt sich in der Regel schleichend über mehrere Jahre hinweg. Der Knorpelabbau ist ein fortschreitender Prozess, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Erste spürbare Beschwerden treten meist ab einem Alter von 45 Jahren auf. Allerdings können auch deutlich jüngere Menschen an einer Coxarthrose erkranken. In diesen Fällen liegen häufig Unfälle, Verletzungen oder angeborene Fehlstellungen des Hüftgelenks zugrunde.

Primäre und sekundäre Coxarthrose: Arten und Ursachen

Mediziner*innen unterscheiden bei der Hüftgelenksarthrose grundsätzlich zwei Hauptformen: die primäre und die sekundäre Coxarthrose. Diese Einteilung richtet sich danach, ob eine eindeutige Ursache für den Knorpelverschleiß identifiziert werden kann oder nicht.

Primäre Coxarthrose: Wenn die Ursache unklar bleibt
Von einer primären Coxarthrose sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn die Hüftarthrose ohne erkennbare vorherige Schädigung oder Erkrankung auftritt. In diesen Fällen lässt sich nicht eindeutig klären, was genau zum Knorpelverschleiß geführt hat.

Die Medizin geht jedoch davon aus, dass folgende Faktoren eine primäre Coxarthrose begünstigen können.

  • Natürliche Alterungsprozesse: Mit zunehmendem Alter verliert der Knorpel seine Elastizität und Regenerationsfähigkeit. Die Knorpelzellen können Schäden nicht mehr ausreichend reparieren.
  • Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung von Arthrose deutet darauf hin, dass erbliche Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen können.
  • Biomechanische Faktoren: Ungünstige Belastungsmuster im Gelenk können über Jahre hinweg zu verstärktem Verschleiß führen.
  • Hormonelle Einflüsse: Insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren steigt das Arthroserisiko, was auf hormonelle Veränderungen zurückgeführt wird.

Sekundäre Coxarthrose: Wenn eine klare Ursache vorliegt
Eine sekundäre Coxarthrose liegt vor, wenn der Hüftarthrose eine eindeutig erkennbare Ursache oder Vorerkrankung zugrunde liegt. In diesen Fällen kann häufig eine gezieltere Behandlung erfolgen, da die auslösenden Faktoren bekannt sind.

Zu den häufigsten Ursachen einer sekundären Coxarthrose zählen:

  • Unfälle und Verletzungen: Nach Verletzungen, Knochenbrüchen oder Verrenkungen des Hüftgelenks kann sich im Laufe der Zeit eine Arthrose entwickeln. Manchmal vergehen Jahre zwischen dem Unfall und dem Auftreten der ersten Arthrose-Symptome. Mediziner*innen sprechen dann von einer posttraumatischen Coxarthrose.
  • Hüftdysplasie und angeborene Fehlstellungen: Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung des Hüftgelenks. Die Hüftgelenkpfanne ist dabei nicht optimal ausgeformt, was zu einer ungleichmäßigen Belastungsverteilung im Gelenk führt. Diese dauerhafte Fehlbelastung begünstigt einen vorzeitigen Knorpelverschleiß erheblich.
  • Hüftimpingement (Femoro-acetabuläres Impingement): Beim Hüftimpingement weisen der Hüftkopf oder die Hüftgelenkpfanne eine ungünstige Form auf. Dadurch verengt sich der Gelenkspalt zwischen den Knochenstrukturen. Bei bestimmten Bewegungen wird der Knorpel zwischen den Knochen eingeklemmt und dauerhaft geschädigt.
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen: Chronische Entzündungen durch Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew greifen den Gelenkknorpel an und zerstören ihn nach und nach. Dies erhöht das Risiko für eine sekundäre Hüftarthrose deutlich.
  • Hüftkopfnekrose (Femurkopfnekrose): Bei einer Hüftkopfnekrose kommt es zu einer Durchblutungsstörung des Hüftkopfes. Das Knochengewebe unterhalb des Knorpels stirbt ab, wodurch der darüberliegende Knorpel seine Stützfunktion verliert und geschädigt wird. Eine Hüftkopfnekrose tritt gehäuft bei Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum, Nierenerkrankungen oder langfristiger Kortison-Einnahme auf. Auch jüngere Personen können betroffen sein.
  • Weitere Erkrankungen: Darüber hinaus können verschiedene andere Krankheitsbilder zur Entstehung einer Coxarthrose beitragen, darunter Stoffwechselerkrankungen, Gelenkinfektionen oder Tumore im Bereich des Hüftgelenks.

Risikofaktoren: Was begünstigt die Entstehung einer Coxarthrose?

Neben den direkten Ursachen gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Hüftarthrose erhöhen. Diese Faktoren sind zwar nicht zwingend die Hauptursache der Erkrankung, können aber maßgeblich dazu beitragen, wie schnell die Coxarthrose fortschreitet und wie stark die Beschwerden ausfallen. Wer diese Risikofaktoren kennt und aktiv gegensteuert, kann den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.

  • Höheres Lebensalter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Hüftarthrose deutlich an. Der Grund: Im Laufe des Lebens verliert der Knorpel zunehmend seine Fähigkeit zur Regeneration. Kleinere Schäden und Abnutzungserscheinungen können nicht mehr ausreichend repariert werden. Allerdings entwickelt nicht jeder Mensch im Alter eine Arthrose, der natürliche Alterungsprozess allein ist also kein Garant für eine Erkrankung.
  • Übergewicht und Adipositas: Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht erhöht die Belastung auf die Gelenke. Besonders die Hüft- und Kniegelenke müssen bei Übergewicht deutlich mehr Druck aushalten. Diese dauerhafte Mehrbelastung beschleunigt den Knorpelverschleiß erheblich. Studien zeigen, dass eine Gewichtsreduktion die Beschwerden bei bestehender Arthrose spürbar lindern kann.
  • Stoffwechselerkrankungen: Verschiedene Stoffwechselstörungen können das Arthroserisiko erhöhen. Dazu zählen insbesondere:
    • Diabetes mellitus: Die Zuckerkrankheit kann die Knorpelstruktur negativ beeinflussen.
    • Gicht: Ablagerungen von Harnsäurekristallen im Gelenk schädigen den Knorpel.
    • Hämochromatose: Bei dieser Eisenspeicherkrankheit lagert sich überschüssiges Eisen in den Gelenken ab.
    • Durchblutungsstörungen: Eine verminderte Durchblutung beeinträchtigt die Nährstoffversorgung des Knorpels.
  • Langfristige Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung den Stoffwechsel der Gelenke beeinträchtigen. Besonders Kortison-Präparate stehen im Verdacht, bei langfristiger Einnahme das Arthroserisiko zu erhöhen. Auch andere Arzneimittel können den Knorpelstoffwechsel negativ beeinflussen und so die Entwicklung oder das Fortschreiten einer Hüftarthrose begünstigen.
  • Überlastung durch Sport oder Beruf: Hochleistungssportarten mit abrupten Richtungswechseln, Sprüngen oder hohen Aufprallkräften können den Knorpel übermäßig beanspruchen. Gleiches gilt für körperlich sehr anstrengende Berufe, bei denen schweres Heben, langes Knien oder einseitige Belastungen zum Alltag gehören. Die Grenze zwischen gesunder Belastung und schädlicher Überlastung ist individuell unterschiedlich.
  • Bewegungsmangel: Zu wenig Bewegung schadet den Gelenken ebenso wie zu viel. Der Knorpel wird nicht durchblutet, sondern über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Diese Versorgung funktioniert nur bei regelmäßiger Bewegung optimal. Bei dauerhaftem Bewegungsmangel wird zu wenig Gelenkflüssigkeit produziert und der Knorpel erhält nicht genügend Nährstoffe. Insbesondere die Bildung von Hyaluronsäure, die das Gelenk „schmiert" und vor Reibung schützt, wird dadurch beeinträchtigt.

Stadien der Coxarthrose: Einteilung nach Schweregraden

Eine Hüftgelenksarthrose entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern durchläuft verschiedene Stadien. Sowohl die primäre als auch die sekundäre Coxarthrose schreiten in der Regel langsam voran. Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, desto weniger intakter Knorpel ist im Gelenk vorhanden. Die Schwere der Symptome hängt häufig direkt mit dem Erkrankungsgrad zusammen. Mediziner*innen teilen die Coxarthrose in fünf Grade ein, um den Krankheitsverlauf besser einschätzen und die passende Behandlung wählen zu können.

  • Grad 0 - Gesundes Hüftgelenk: Das Hüftgelenk ist vollkommen gesund und zeigt keine Anzeichen einer Arthrose. Der Knorpel ist intakt, die Gelenkflächen sind glatt und die Beweglichkeit ist uneingeschränkt.
  • Grad 1 - erste Knorpelveränderungen: Die Knorpelschicht weist erste minimale Veränderungen auf. Der Knorpel wird weicher oder die Oberfläche rauer als im gesunden Zustand. Diese Veränderungen sind oft nur mikroskopisch oder bei genauer ärztlicher Untersuchung erkennbar. Betroffene bemerken in diesem Stadium in der Regel noch keine Beschwerden.
  • Grad 2 - beginnende Knochenveränderungen: Auf Röntgenbildern werden nun erste knöcherne Ausläufer (Osteophyten) sichtbar. Diese Knochenanbauten können den weiteren Verschleiß beschleunigen. Der Gelenkspalt beginnt sich leicht zu verschmälern. Der Knorpel ist jedoch noch weitgehend intakt. Die meisten Betroffenen sind in diesem Stadium noch symptomfrei. Vereinzelt können bei stärkerer Belastung, etwa nach langem Gehen oder Sport, leichte Schmerzen auftreten.
  • Grad 3 - deutlicher Knorpelschaden: Die gesamte Knorpelschicht zeigt jetzt deutliche Schäden und tiefe Risse, die teilweise bis zum darunterliegenden Knochen reichen. Der Gelenkspalt ist auf Röntgenbildern merklich verschmälert. Betroffene klagen über Schmerzen, die auch ohne vorherige Belastung auftreten können. Häufig entwickelt sich in diesem Stadium eine aktivierte Coxarthrose. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Form der Hüftarthrose mit typischen Entzündungszeichen wie Schwellung, Überwärmung und Rötung des Gelenks. Diese Entzündungsreaktion ist besonders schädlich für den noch verbliebenen Knorpel.
  • Grad 4 - vollständiger Knorpelverlust: Der Knorpel ist vollständig abgerieben. Mediziner*innen sprechen von einer „Knorpelglatze". Der Knochen unter dem verschwundenen Knorpel liegt frei und ist auf Röntgenbildern deutlich sichtbar. Die Knochen reiben ohne jegliche Schutzschicht direkt aufeinander. Dies führt zu starken, oft unerträglichen Schmerzen und erheblichen Bewegungseinschränkungen. Der Gelenkspalt ist auf Röntgenbildern kaum noch oder gar nicht mehr erkennbar. In diesem Stadium ist häufig eine operative Behandlung unumgänglich.

Symptome und Anzeichen einer Hüftgelenksarthrose

Die Coxarthrose beginnt meist schleichend mit schwachen Beschwerden, die im Verlauf der Erkrankung jedoch zunehmen. Wie schnell sich Schmerzen entwickeln und wie rasch sich die Symptome verstärken, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Manche Betroffene erleben innerhalb weniger Monate einen rasanten Fortschritt der Hüftarthrose, während andere über Jahre hinweg mit gleichbleibenden, moderaten Beschwerden leben. Der Verlauf einer Coxarthrose ist individuell und lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen, um Ihre persönliche Situation richtig einschätzen und behandeln zu können.

Typische Beschwerden bei Coxarthrose:

  • Schmerzen im Hüftbereich: Das Leitsymptom der Hüftarthrose sind Schmerzen in der Hüftregion. Diese treten besonders beim Treppensteigen, beim Aufstehen aus dem Sitzen oder bei Bewegungen des Oberschenkels nach innen auf. Viele Betroffene beschreiben die Schmerzen als tief sitzend in der Leiste oder seitlich an der Hüfte. Manchmal strahlen die Beschwerden auch in den Oberschenkel, ins Gesäß oder sogar bis ins Knie aus. Im Frühstadium der Erkrankung treten die Schmerzen vor allem nach Belastungen oder am Ende eines aktiven Tages auf. Mit fortschreitender Arthrose können die Beschwerden auch in Ruhephasen oder nachts auftreten und den Schlaf erheblich stören. Einige Personen erleben sogenannte Schmerzschübe, bei denen die Beschwerden plötzlich und sehr heftig auftreten.
  • Anlaufschmerz und Morgensteifigkeit: Viele Betroffene berichten von einem typischen Anlaufschmerz: Nach längeren Ruhephasen, etwa nach dem Aufstehen am Morgen oder nach längerem Sitzen, fühlt sich das Hüftgelenk steif an. Die ersten Schritte sind schmerzhaft, nach einigen Minuten Bewegung lassen die Beschwerden jedoch nach. Dieses Phänomen wird durch die verminderte Produktion von Gelenkflüssigkeit in Ruhephasen verursacht.
  • Schmerzen in anderen Körperregionen: Viele Menschen mit Coxarthrose nehmen unbewusst eine Schonhaltung ein, um die Schmerzen im Hüftgelenk zu reduzieren. Diese Ausweichbewegungen und Fehlhaltungen können jedoch zu neuen Problemen führen: Schmerzen im unteren Rücken, in der Lendenwirbelsäule, im Gesäß oder in den Beinen sind häufige Folgen. Langfristig kann die Schonhaltung auch zu Verkürzungen der Sehnen, Bänder und Muskeln in den betroffenen Körperregionen führen, was die Beweglichkeit zusätzlich einschränkt.
  • Schwellungen und Überwärmung: Bei einer aktivierten Coxarthrose, also einer entzündlichen Form der Hüftarthrose, ist das Gelenk geschwollen und überwärmt. Diese Schwellung kann tastbar oder in manchen Fällen sogar sichtbar sein. Die Entzündungsreaktion verstärkt die Schmerzen zusätzlich und beschleunigt den Knorpelabbau.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Das Hüftgelenk fühlt sich zunehmend steif und weniger beweglich an. Betroffene haben Schwierigkeiten, bestimmte Bewegungen auszuführen. Typische Alltagsprobleme sind Schwierigkeiten beim Anziehen von Schuhen oder Strümpfen, Probleme beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto, eingeschränkte Beweglichkeit beim Treppensteigen und eine verkürzte Schrittlänge beim Gehen.
  • Gelenkgeräusche: Bei Bewegungen des Hüftgelenks kommt es häufig zu hörbaren und spürbaren Geräuschen. Betroffene beschreiben ein Knirschen, Knacken oder Reiben im Gelenk. Diese Geräusche entstehen durch die raue Knorpeloberfläche und die Reibung der Knochen aufeinander.
  • Muskelschwäche und Hinken: Durch die Schonhaltung und die eingeschränkte Bewegung baut die Muskulatur rund um die Hüfte mit der Zeit ab. Dies führt zu einer weiteren Instabilität des Gelenks. Viele Betroffene entwickeln ein Hinken oder ein verändertes Gangbild, um das schmerzende Gelenk zu entlasten.

Diagnose der Coxarthrose: So wird die Hüftarthrose festgestellt

Wenn Sie Beschwerden im Hüftbereich bemerken, ist der Gang zur Ärztin oder zum Arzt der erste wichtige Schritt. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Die Diagnose einer Coxarthrose erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden, die einander ergänzen.

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Dabei werden Ihre Beschwerden, deren Dauer und Intensität sowie mögliche Vorerkrankungen besprochen. Wichtige Fragen sind:

  • Wann treten die Schmerzen auf?
  • Wie stark sind die Beschwerden?
  • Gab es Verletzungen oder Unfälle im Bereich der Hüfte?
  • Gibt es familiäre Vorbelastungen?
  • Welche Einschränkungen erleben Sie im Alltag?

Bei der körperlichen Untersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt die Beweglichkeit Ihres Hüftgelenks. Dabei werden verschiedene Bewegungen durchgeführt, um festzustellen, welche Bewegungsrichtungen eingeschränkt oder schmerzhaft sind. Typische Tests umfassen:

  • Beugung und Streckung des Beins,
  • Drehbewegungen nach innen und außen,
  • Abspreizen und Heranführen des Beins,
  • Gangbildanalyse.

Zudem wird das Gelenk abgetastet, um Schwellungen, Überwärmung oder Druckschmerz festzustellen. 

Die Röntgenaufnahme ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Diagnose einer Coxarthrose. Auf den Röntgenbildern lassen sich typische Veränderungen erkennen:

  • Verschmälerung des Gelenkspalts,
  • Knöcherne Ausläufer (Osteophyten),
  • Verdichtung des Knochens unter dem Knorpel (subchondrale Sklerosierung),
  • Zysten im gelenknahen Knochen,
  • Bei fortgeschrittener Arthrose: vollständiger Verlust des Gelenkspalts.

In der Regel werden Röntgenaufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt, um das Gelenk aus unterschiedlichen Blickwinkeln beurteilen zu können.

Eine MRT-Untersuchung wird vor allem dann durchgeführt, wenn die Diagnose unklar ist oder wenn der Verdacht auf zusätzliche Schädigungen besteht. Im Gegensatz zum Röntgen kann ein MRT auch Weichteilstrukturen wie Knorpel, Bänder, Sehnen und Muskeln darstellen. So lassen sich bereits frühe Knorpelschäden erkennen, die auf dem Röntgenbild noch nicht sichtbar sind.

Mit einem Ultraschall können Gelenkergüsse, Schwellungen und Entzündungen gut dargestellt werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kann direkt in der Arztpraxis durchgeführt werden.

Blutuntersuchungen helfen dabei, entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis auszuschließen oder zu bestätigen. Bei einer aktivierten Coxarthrose können Entzündungswerte im Blut erhöht sein. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Gicht lassen sich durch Bluttests nachweisen. In seltenen Fällen wird Gelenkflüssigkeit aus dem Hüftgelenk entnommen und im Labor untersucht. Dies geschieht vor allem dann, wenn der Verdacht auf eine Gelenkinfektion oder eine entzündliche Gelenkerkrankung besteht.

Ist Coxarthrose heilbar? Allgemeine Maßnahmen und Lebensstilanpassungen

Eine Coxarthrose ist nicht heilbar. Der einmal geschädigte Knorpel kann sich nicht regenerieren, und der Verschleiß lässt sich nicht rückgängig machen. Diese Tatsache gilt für alle Arthroseformen gleichermaßen. Doch trotz dieser ernüchternden Nachricht gibt es Grund zur Hoffnung: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie den Fortschritt der Erkrankung deutlich verlangsamen, die Beschwerden erheblich lindern und Ihre Lebensqualität spürbar verbessern. In manchen Fällen lässt sich der Knorpelverschleiß sogar vollständig stoppen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer Kombination aus verschiedenen Maßnahmen, die Sie selbst aktiv umsetzen können. Eine Anpassung Ihres Lebensstils spielt dabei eine zentrale Rolle.

Übergewicht ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren bei Coxarthrose. Jedes Kilogramm weniger auf der Waage bedeutet eine spürbare Entlastung für Ihr Hüftgelenk. Studien zeigen, dass bereits eine moderate Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Prozent des Körpergewichts die Schmerzen deutlich reduzieren und die Beweglichkeit verbessern kann. Lassen Sie sich bei Bedarf von Ernährungsberater*innen unterstützen, um einen realistischen und gesunden Weg zur Gewichtsreduktion zu finden.

Eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung kann den Verlauf einer Coxarthrose positiv beeinflussen. Empfehlenswert sind:

  • Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch, Leinöl oder Walnüssen,
  • frisches Obst und Gemüse mit vielen Antioxidantien,
  • Vollkornprodukte statt Weißmehlprodukte,
  • Gewürze wie Kurkuma und Ingwer mit entzündungshemmender Wirkung.

Reduzieren sollten Sie dagegen:

  • Rotes Fleisch und Wurstwaren,
  • Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel,
  • Alkohol,
  • Arachidonsäure-reiche Lebensmittel, die Entzündungen fördern können.

Bewegung ist bei Coxarthrose unverzichtbar. Durch gezielte Aktivität stärken Sie die Muskulatur rund um die Hüfte, die das Gelenk stabilisiert und entlastet. Zudem wird durch Bewegung die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt, die den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Wichtig ist, dass Sie gelenkschonende Sportarten wählen und Überlastungen vermeiden.

Verschiedene Hilfsmittel können Ihnen den Alltag mit Coxarthrose erleichtern:

  • Orthopädische Schuheinlagen: Sie korrigieren Fehlstellungen und verbessern die Belastungsverteilung.
  • Gehstöcke oder Unterarmgehstützen: Sie entlasten das betroffene Hüftgelenk beim Gehen.
  • Erhöhte Sitzgelegenheiten: Ein höherer Stuhl oder Toilettensitz erleichtert das Aufstehen.
  • Anziehhilfen: Spezielle Hilfsmittel für Schuhe und Strümpfe schonen die Hüfte beim Anziehen.
  • Wärmeanwendungen: Wärmepflaster, Körnerkissen oder warme Bäder können Schmerzen lindern und die Durchblutung fördern.

Bestimmte Tätigkeiten belasten das Hüftgelenk besonders stark und sollten nach Möglichkeit vermieden oder reduziert werden:

  • Schweres Heben und Tragen,
  • langes Stehen an einem Ort,
  • übermäßig langes Sitzen ohne Bewegungspausen,
  • Hocken oder Knien,
  • abrupte, ruckartige Bewegungen.

Achten Sie im Alltag darauf, Ihr Hüftgelenk bewusst zu schonen, ohne dabei in eine dauerhafte Schonhaltung zu verfallen. Die richtige Balance zwischen Aktivität und Schonung ist entscheidend.

 

Konservative Behandlung der Coxarthrose

Wenn eine Coxarthrose diagnostiziert wurde, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese lassen sich grundsätzlich in konservative und operative Verfahren unterteilen. Konservative Behandlungen bezeichnen alle Therapieformen, bei denen kein chirurgischer Eingriff in den Körper erfolgt. In vielen Fällen, besonders in frühen Stadien der Hüftarthrose, können konservative Maßnahmen die Beschwerden deutlich lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Orthopädische Hilfsmittel spielen eine wichtige Rolle in der Behandlung der Coxarthrose. Individuell angepasste Schuheinlagen korrigieren Fehlstellungen der Beinachse und sorgen für eine gleichmäßigere Belastungsverteilung im Hüftgelenk. Spezielle Bandagen & Orthesen für die Hüfte stabilisieren das Gelenk und können Schmerzen bei Bewegung verringern. Wir vom Sanitätshaus beraten Sie gerne ausführlich zu den passenden orthopädietechnischen Hilfsmitteln für Ihre individuelle Situation.

Die Physiotherapie ist ein zentraler Baustein in der konservativen Behandlung der Coxarthrose. Ein erfahrener Physiotherapeut oder eine erfahrene Physiotherapeutin erstellt für Sie ein individuelles Übungsprogramm zur Stärkung der hüftumgebenden Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Dehnung verkürzter Muskeln. Regelmäßige physiotherapeutische Übungen können nachweislich die Funktion des Hüftgelenks verbessern und den Bedarf an Schmerzmitteln reduzieren.

Die physikalische Therapie umfasst verschiedene Behandlungsverfahren, die von außen auf das Gelenk einwirken. Wärmeanwendungen wie Fangopackungen oder warme Bäder fördern die Durchblutung und entspannen die Muskulatur. Bei akuten Entzündungsschüben kann Kältetherapie die Schwellung reduzieren. Weitere Optionen sind Elektrotherapie, Stoßwellentherapie oder die ZRT-Matrix-Therapie, die durch mechanische Schwingungen Verspannungen löst und die Durchblutung verbessert.

Gehstöcke, Unterarmgehstützen oder Rollatoren können das betroffene Hüftgelenk beim Gehen deutlich entlasten. Sie helfen Ihnen, das Gleichgewicht zu halten und geben Sicherheit bei der Fortbewegung. Besonders bei fortgeschrittener Coxarthrose können Gehhilfen die Mobilität aufrechterhalten.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie sollten jedoch nicht dauerhaft ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden. Bei leichten bis mittleren Schmerzen kann Paracetamol eine Alternative sein. Wichtig: Schmerzmittel behandeln nur die Symptome, nicht die Ursache der Coxarthrose und sollten immer in Kombination mit anderen Therapiemaßnahmen eingesetzt werden.

Operative Therapie der Coxarthrose

In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden einer Hüftarthrose durch konservative Behandlungsmethoden und Anpassungen des Lebensstils gut kontrollieren. Wenn die Schmerzen jedoch trotz konservativer Therapie anhalten oder die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist, können operative Verfahren eine sinnvolle Option darstellen. Chirurgische Eingriffe bergen zwar höhere Risiken und erfordern längere Erholungszeiten, können aber in vielen Fällen zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden führen.

  • Injektionstherapie: Bei der Injektionstherapie werden Substanzen direkt in das Hüftgelenk gespritzt. Hyaluronsäure wirkt als natürliches Schmiermittel und verringert die Reibung zwischen den Gelenkflächen. Die Wirkung hält meist mehrere Monate an. Bei starken Entzündungsreaktionen können Kortison-Injektionen akute Schmerzen schnell lindern, sollten jedoch nicht zu häufig erfolgen.
  • Hüftarthroskopie: Die Hüftarthroskopie ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem über kleine Hautschnitte eine Kamera und chirurgische Instrumente in das Hüftgelenk eingeführt werden. Dieser Eingriff eignet sich besonders in frühen Stadien der Coxarthrose. Dabei können beschädigte Knorpelteile geglättet, freie Gelenkkörper entfernt oder knöcherne Ausläufer abgetragen werden.
  • Knorpelzelltransplantation: Bei jüngeren Patient*innen mit begrenzten Knorpelschäden können gesunde Knorpelzellen aus einem weniger belasteten Bereich des eigenen Körpers entnommen und in die geschädigten Bereiche eingesetzt werden. Ziel ist es, den Knorpeldefekt zu reparieren und das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen.
  • Umstellungsosteotomie: Bei einer Umstellungsosteotomie wird der Knochen durchtrennt und in einer korrigierten Position wieder zusammengefügt. Dieser Eingriff kommt vor allem bei jüngeren Patient*innen mit Fehlstellungen in Frage. Durch die Umstellung wird die Belastung auf weniger geschädigte Knorpelbereiche verlagert, was den Zeitpunkt für einen künstlichen Gelenkersatz hinauszögern kann.
  • Gelenkersatz: Wenn der Knorpel weitgehend oder vollständig zerstört ist und konservative Behandlungen keine ausreichende Linderung mehr bringen, ist häufig der Einsatz einer Hüftprothese die beste Lösung. Der künstliche Gelenkersatz gehört zu den erfolgreichsten orthopädischen Operationen.
  • Hüftkappenprothese: Nur die Oberfläche des Hüftkopfes wird durch eine Metallkappe ersetzt. Diese Methode eignet sich besonders für jüngere, aktive Patient*innen, da mehr Knochensubstanz erhalten bleibt.
  • Hüft-Totalendoprothese: Sowohl der Hüftkopf als auch die Hüftpfanne werden vollständig ersetzt. Moderne Hüftprothesen haben eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren oder länger und ermöglichen den meisten Patient*innen eine weitgehend schmerzfreie Bewegung.

Welcher Sport ist geeignet bei Hüftarthrose?

Sport und regelmäßige Bewegung sind sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung einer Coxarthrose unverzichtbar. Körperliche Aktivität stärkt die Muskulatur rund um die Hüfte, verbessert die Beweglichkeit und regt die Produktion von Gelenkflüssigkeit an. Entscheidend ist jedoch die richtige Auswahl der Sportart: Während gelenkschonende Aktivitäten die Beschwerden lindern können, verschlimmern belastungsintensive Sportarten die Symptome möglicherweise.

Empfehlenswerte Sportarten bei Coxarthrose:

  • Schwimmen und Wassergymnastik: Der Auftrieb des Wassers entlastet die Gelenke erheblich, während gleichzeitig die Muskulatur trainiert wird. Besonders Rückenschwimmen und Kraulen sind gelenkschonend.
  • Radfahren: Die gleichmäßigen, runden Bewegungen belasten das Hüftgelenk kaum, während die Muskulatur gekräftigt wird. Auch das Training auf dem Heimtrainer ist empfehlenswert.
  • Spazierengehen und Nordic Walking: Regelmäßige Spaziergänge auf ebenem Untergrund sind einfach und effektiv. Nordic Walking entlastet durch den Einsatz der Stöcke die Hüftgelenke zusätzlich.
  • Yoga und Pilates: Sanfte Übungen verbessern die Beweglichkeit, dehnen verkürzte Muskeln und stärken die Rumpfmuskulatur.
  • Gymnastik und Dehnübungen: Gezielte Übungen halten das Hüftgelenk beweglich und beugen Versteifungen vor.

Diese Sportarten sollten Sie meiden: Verzichten Sie auf sogenannte High-Impact-Sportarten, die das Hüftgelenk durch abrupte Bewegungen, Sprünge oder hohe Aufprallkräfte stark belasten: Fußball, Tennis, Joggen auf hartem Untergrund, Kampfsportarten oder Skifahren (Abfahrt).

Fazit: Coxarthrose aktiv begegnen

Arthrose in der Hüfte ist eine ernste Erkrankung, die für viele Betroffene eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag darstellt. Die gute Nachricht: Eine Coxarthrose ist kein unabwendbares Schicksal. Auch wenn der Knorpelverschleiß nicht rückgängig gemacht werden kann, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Wenn Sie Symptome einer Hüftarthrose bemerken oder unter Risikofaktoren leiden, sollten Sie frühzeitig aktiv werden. Je früher eine Coxarthrose erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich die Beschwerden kontrollieren. Eine Kombination aus Lebensstilanpassungen, konservativen Therapien und gegebenenfalls operativen Eingriffen kann Ihre Lebensqualität deutlich verbessern.

Wir vom Sanitätshaus stehen Ihnen als kompetenter Partner zur Seite! Gerne beraten wir Sie umfassend zu möglichen Therapieoptionen und passenden medizinischen Hilfsmitteln wie orthopädischen Einlagen, Bandagen oder Gehhilfen. Melden Sie sich online, über unser Servicetelefon oder besuchen Sie eines unserer Gesundheitshäuser. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihre individuelle Situation.

Häufig gestellte Fragen zur Coxarthrose

Sie haben Fragen zur Coxarthrose? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Anliegen.

Was ist Coxarthrose? 
Coxarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel im Hüftgelenk zunehmend verschleißt. Der Knorpel zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne baut sich dabei stärker ab, als es altersbedingt zu erwarten wäre. Dies führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer verminderten Lebensqualität.

Welche Symptome deuten auf eine Hüftarthrose hin? 
Typische Symptome sind Schmerzen in der Hüfte oder Leiste, die zunächst bei Belastung auftreten und später auch in Ruhe. Weitere Anzeichen sind Morgensteifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit, knirschende Geräusche im Gelenk und ein verändertes Gangbild. Die Schmerzen können auch in den Oberschenkel oder bis ins Knie ausstrahlen.

Was sind die Ursachen für Coxarthrose? 
Man unterscheidet zwischen primärer Coxarthrose ohne erkennbare Ursache und sekundärer Coxarthrose mit klaren Auslösern. Zu den Ursachen der sekundären Form zählen Unfälle, Hüftdysplasie, Hüftimpingement, entzündliche Gelenkerkrankungen, Hüftkopfnekrose sowie verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Risikofaktoren sind ein höheres Alter, Übergewicht, genetische Veranlagung und Über- oder Unterbelastung.

Wie wird Coxarthrose behandelt? 
Die Behandlung umfasst konservative und operative Verfahren. Zu den konservativen Methoden gehören Physiotherapie, physikalische Therapie, orthopädische Hilfsmittel, Gewichtsreduktion, Bewegung und Schmerzmedikamente. Bei fortgeschrittener Arthrose kommen operative Verfahren wie Injektionstherapie, Hüftarthroskopie, Umstellungsosteotomie oder der Einsatz einer Hüftprothese in Frage.

Welcher Sport ist bei Hüftarthrose geeignet? 
Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Spazierengehen, Nordic Walking, Yoga und Pilates sind ideal. Sie stärken die Muskulatur, ohne das Gelenk zu überlasten. Vermeiden sollten Sie belastungsintensive Sportarten mit Sprüngen, abrupten Bewegungen oder hohen Aufprallkräften wie Fußball, Tennis oder Joggen auf hartem Untergrund.

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